Quantcast
NFL

Noch mehr Patriots sagen Besuch bei Trump im Weißen Haus ab

Schon 9 Prozent der Patriots wollten nicht zum traditionellen Besuch des Super-Bowl-Gewinners ins Weiße Haus kommen. Ihre Aussagen sind so verständlich wie verschieden.

Mike Vorkunov

© Bob Donnan-USA TODAY Sports

Es klingt schon nach ziemlich viel Ironie, dass ausgerechnet die Sportmannschaft zu der sich Donald Trump verbunden fühlt, scheinbar nichts mit ihm zu tun haben will. So geht es zumindest einigen Profis der New England Patriots, die den traditionellen Präsidenten-Besuch des Super-Bowl-Gewinners im Weißen Haus nicht antreten wollen – wegen Trump.

Dabei hat der US-Präsident eigentlich ziemlich mächtige Freunde bei den Pats – echte Patrioten eben. Quarterback und „Greatest of all time", Tom Brady, ist eben so wie Erfolgscoach Bill Belichick und Patriots-Eigentümer Robert K. Kraft stolzer Trump-Fan. Die drei großen Säulen der Patriots machten nie einen Hehl aus ihrer Verbundenheit zum neuen US-Präsidenten. Andere Patriots-Stars sind da aber ganz anderer Meinung.

Erst gaben Martellus Bennett und Devin McCourty bekannt, dass sie nicht mit zu Trump ins Weiße Haus kommen wollen. Bennett erklärte über Twitter nach dem Einreisestop für Bürger aus sieben muslimischen Staaten: „Amerika wurde durch Integration aufgebaut, nicht durch Ausgrenzung." Auch McCourty wählte gegenüber dem Time Magazine ziemlich harsche Worte: „Ich fühle mich im Weißen Haus nicht akzeptiert. Der Präsident hat so viele harte Meinungen und Vorurteile." Bennett und McCourty hatten schon im Herbst gegen Rassendiskriminierung mit der aus der „Black-Power"-Bewegung bekannten erhobenen Faustprotestiert. Nun gab auch Linebacker Dont'a Hightower bekannt, dass er keine Lust habe.

Hightowers Ausrede gegenüber ESPN: „Ich war ja eh schon dort." Doch die drei sind nicht die einzigen Spieler, die Trumps Einladung liebend gerne ausschlagen. Mit Chris Long und LeGarrette Blount gaben schon Spieler vier und fünf öffentlich ihre Absage bekannt. „Ich werde nicht ins Weiße Haus gehen," sagte Blount in der Rich Eisen Show. „Ich fühle mich nicht willkommen in diesem Haus." Long gab sich etwas zurückhaltender und erklärte in Bezug auf einen offenen Brief der New York Daily News: „Für mich nicht. Trotzdem danke!" Die fünf Spieler stehen im Kader von 53 Spielern für etwa 9 Prozent der Patriots – scheinbar könnten es noch mehr werden...