Endlich, die WM mit 48 Teams ist da—wie man den Fußball JETZT noch mehr aufblähen kann

Die FIFA hat gesprochen: Ab 2026 spielen 48 Teams um den WM-Titel. Wir haben noch mehr Vorschläge, wie noch mehr Fußball gespielt werden kann. Denn wir wissen: Es kann gar nicht genug Fußball geben.

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10 Januar 2017, 12:05pm

Foto: Imago

Endlich, FIFA-Chef Gianni „infantil" Infantino hat seinen Willen durchgesetzt. Bei einer demokratischen Abstimmung im FIFA-Exekutivkomitee haben die Vertreter—natürlich einstimmig—für die WM mit 48 Teams gestimmt. Aber leider erst ab 2026. Für die WM 2018 und 2022 in den Fußball-Mutterländern Russland und Katar werden nach wie vor 32 Nationen antreten. Bei insgesamt 211 in der FIFA organisierten Nationalverbänden heißt das, dass ganze 179 Fußballnationen nicht dabei sein dürfen. Was allerdings schade ist: Durch die Reduzierung auf drei Teams pro Vorrundengruppe bleibt die Anzahl der Spiele, die man bis zum WM-Sieg benötigt, gleich. Nur der Denksport wird gefördert—wer freut sich nicht darauf, den Spielplan der Gruppen A bis P auswendig zu lernen? Wir finden, da wäre deutlich mehr drin gewesen. Denn Fußball ist so großartig, es kann buchstäblich nicht genug davon geben. Wir wollen der FIFA deshalb ein paar Diskussionspunkte an die Hand geben, wie sie beim kommenden Kongress in der Fußballmacht Bahrain noch weiter aufstocken könnte. Getreu dem Verbandsmotto: „For the Game. For the World."

Abschaffung des Unentschieden. Auch Liga-Spiele gehen in die Verlängerung und Elfmeterschießen.

K.O.-Spiele immer im Best-of-3-Modus.

Wie bei der Hühnerhaltung: Kunstlicht in Mannschaftshotels, damit sie noch mehr trainieren und spielen können.

Der zweite Ball muss her, für rasantere Action und noch mehr Tore.

Fußball als Pflichtfach einführen. Den Sportunterricht abschaffen. Den schwänzt eh jeder.

Jeder Bundesliga-Verein muss künftig zwei Stadien bieten. Eins, das aus reinen VIP-Logen besteht und wo das Spiel stattfindet, das andere mit Stehplätzen für echte Fans und einem riesigen Video-Würfel, wo das Spiel übertragen wird.

Konsequente Verdrängung aller Hallen-Sportarten, schließlich sind die Fußballplätze manchmal zugefroren. Ausweichmöglichkeiten müssen stets gewährleistet sein.

Steuervergünstigungen für lokale Sponsoren, wenn sie in den Fußball investieren. Es beginnt im Kleinen.

Fliegender Wechsel, solange die genetischen Voraussetzungen für die Belastung von drei Spielen die Woche noch nicht da sind.

Die Einführung des Intertoto-Cups XXL, damit wir endlich das Duell FC Augsburg gegen Stoke City erleben können.

Spielfeld erweitern, für noch mehr Zuschauer und noch mehr Platz zum Kombinieren.

Spiele on demand. Wirklich on demand. Wenn eine bestimmte Anzahl an Pay-TV-Usern eine Begegnung sehen will, findet diese sofort statt.

Parallel-Ligen und Turniere im Open-Doping-Modus. Keine Regeln—keine Grenzen.

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